Nachts wach werden: Durchschlaftipps

Nachts aufwachen: Was kann man tun, um durchzuschlafen?

Es gibt nichts Schöneres, als nach einem aktiven und anstrengenden Tag ins Bett zu gehen, die Augen zu schließen und schnell einzuschlafen. Allerdings gibt es auch nichts Störenderes, als mitten in der Nacht aufzuwachen und nicht wieder einschlafen zu können. Besonders ärgerlich ist es, wenn dein Gehirn, statt endlich müde zu werden, gerade jetzt eine Aktivität entwickelt, die du dir während der Besprechung mit dem Chef am Nachmittag gewünscht hättest. Fühl dich nicht allein! Schwierigkeiten mit dem Durchschlafen sind häufiger, als du dir vorstellen kannst. Die Ursachen für Durchschlafschwierigkeiten können vielfältig sein: Machst du gerade eine stressige Zeit durch oder knabberst du an einer unlösbaren Aufgabe? Machst du dir Sorgen? Wenn du öfter mitten in der Nacht aufwachst und nicht mehr einschlafen kannst, könnte es sich bei deinem Problem um Insomnie handeln. Das Fatale daran, nachts ständig wach zu werden ist, dass man am Morgen das Gefühl nicht los wird, überhaupt nicht geschlafen zu haben.

Was sind die Gründe nachts wach zu werden?

Es gibt viele Gründe für nächtliche Schlafunterbrechungen. Junge Eltern können ein Lied davon singen, was es heißt, mehrmals in der Nacht vom Weinen des kleinen Goldschatzes aufgeweckt zu werden, den sie gerade erst bekommen haben. Der Sportler dagegen hat sich vielleicht noch spät am Abend im Fitnessstudio verausgabt und wird deshalb immer wieder mitten in der Nacht wach. Die Geschäftsfrau hatte vor dem Zubettgehen noch ein ausschweifendes Geschäftsessen mit einem wichtigen Kunden, das ihr Magen ihr übel nimmt. Der Schichtarbeiter hat einfach immer wieder Probleme, sich an unterschiedliche Arbeitspläne und Schlaf- und Wachrhythmen zu gewöhnen. Andere müssen einfach etwas trinken, aufgrund einer Blasenschwäche häufiger zur Toilette oder haben Schmerzen, die sie nachts wach halten. Einige Menschen sind gefährdeter als andere, nachts nicht durchschlafen zu können. Spätes Einschlafen und ständiges Aufwachen sind bei Frauen weiter verbreitet als bei Männern. Auch mit zunehmendem Alter treten Schlafstörungen häufiger auf, während bei älteren Männern das Übergewicht ein Risikofaktor für nächtliches Erwachen ist, liegt es bei älteren Frauen mitunter auch an den Wechseljahren, wenn sie nicht durchschlafen können. Was auch immer der Grund ist, warum jemand nachts ständig wach wird: es gibt Mittel gegen Schlafprobleme und es ist aus vielen Gründen empfehlenswert, etwas gegen Schlafschwierigkeiten zu unternehmen.

Wie wirkt es sich auf die Gesundheit aus, wenn man nicht durchschlafen kann?

Mitten in der Nacht aufzuwachen, ist nicht nur auf psychologischer Ebene extrem lästig, sondern hat auch Auswirkungen auf unsere Gesundheit und Leistungsfähigkeit. Wenn dein Körper plötzlich aufwacht, obwohl er doch eigentlich schlafen sollte, stellt das eine Belastung für dein Herz-Kreislauf und Nervensystem dar. Wenn es sehr häufig passiert, dass wir nachts ständig aufwachen und nicht mehr einschlafen können, kann sich das langfristig auch negativ auf unsere Gesundheit auswirken. Aber auch wer nachts nur einmal nicht durchschlafen kann, fühlt sich am nächsten Tag müde und ausgelaugt. Es fehlt die Energie, den Tag in Angriff zu nehmen und auch die kognitiven Fähigkeiten leiden, wenn wir nicht ausreichend schlafen.

Wie kann man nächtliches Aufwachen verhindern? Tipps und Abhilfemaßnahmen

Einige einfache Maßnahmen können uns dabei helfen, schneller einzuschlafen und tief, fest und ausreichend lang zu schlafen.

  1. Entferne Lichtquellen im Zimmer: Helles Licht und auch Dunkelheit senden Signale an unser Gehirn, die unseren Schlaf-Wach-Rhythmus beeinflussen. Deshalb solltest du zu starke Lichtquellen aus dem Schlafzimmer verbannen und Vorhänge oder Jalousien verwenden, die auch das Licht von draußen nur angenehm gedämpft einlassen. Auch das Ausschalten von elektronischen Geräten wie Smartphone oder Laptop mindestens eine Stunde vor dem Schlafengehen kann beim Durchschlafen helfen.

  2. Entwickle eine Schlafroutine: Ebenso hilfreich sind regelmäßige Schlafenszeiten, wenn möglich auch am Wochenende. Diese helfen dem Organismus, sich auf eine gute Schlafroutine einzustellen und reduzieren nächtliches Aufwachen und Einschlafschwierigkeiten.

  3. Kein schweres Essen am Abend: Wer nachts durchschlafen will, sollte abends keine schweren Speisen verzehren. Besser sind leichte Abendmahlzeiten, die der Körper leicht verdauen kann wie z.B. Suppen, Salate und gedünstetes Gemüse.

  4. Probiere Kräuter: Wer mit Stress und Ängsten zu kämpfen hat, kann die Kraft bewährter Pflanzen wie Kamille, Baldrian oder Melisse erkunden. Viele dieser Pflanzen wirken beruhigend und entspannend, helfen der Verdauung und lindern Stress, so dass du mit ihrer Hilfe besser durchschlafen kannst. Diese Heilkräuter können als Arzneimittel in Form von Kapseln oder Tabletten oder in Form von Tee vor dem Schlafengehen eingenommen werden.

  5. Versuche Atemübungen: Wenn du in der Nacht plötzlich aufwachst, dann vermeide es, umherzugehen, das Handy anzuschalten oder andere Tätigkeiten, die dir das Wiedereinschlafen erschweren könnten. Konzentriere dich stattdessen auf deine Atmung. Oder lege eine Hand auf deine Brust und achte auf deinen Herzschlag. Auch leise Entspannungsmusik kann dazu beitragen, die Stille zu durchbrechen und belastende Gedanken zu vertreiben.

  6. Führe ein (Schlaf-) Tagebuch: Falls dich deine alltäglichen Sorgen einfach nicht zur Ruhe kommen lassen, kann auch ein Tagebuch helfen, Ordnung in die Gedanken zu bringen. Schreib eine Liste mit allem, was dich bedrückt und lege sie beiseite. Dies ist eine Möglichkeit, den Sorgen und Nöten Raum zu geben, ohne sich die ganze Nacht mit ihnen herumschlagen zu müssen. Sie bekommen einen Platz, aber darum kümmern musst du dich erst am Morgen, wenn du wieder frisch und ausgeschlafen den Tag in Angriff nehmen kannst.

All diese Empfehlungen oder einige davon können dir helfen, in Zukunft besser zu schlafen und deine Träume wieder ohne Unterbrechung genießen zu können.